Einen Verein gründen

Die Gründung eines Vereins ist immer mit Formalien verbunden. Damit dir dabei kein Fehler unterläuft, erfährst du hier die wichtigen Informationen.Damit können deine Mitstreiter und du gut vorbereitet in die Gründungsversammlung gehen, um sich dann schnell dem Vereinszweck zu widmen.
Wenn Ziele erreicht werden sollen, die eine Person nicht alleine stemmen kann oder Ziele erreicht werden sollen, die fortgeführtes Engagement verlangt, schließen sich Menschen in Gemeinschaften zusammen, um die Leistungsfähigkeit mehrerer zu bündeln und zu fokussieren. Wie Schiller einst schrieb: “Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.” In Deutschland gibt es dafür die Rechtsform des eingetragenen Vereins. Diese bietet verschiedene Vorteile. Die gehen von der Haftungsbeschränkung für Vorstände und Mitglieder über die Rechtsfähigkeit, also dass der eingetragene Verein im eigenen Namen rechtlich handeln kann, sowie der möglichen Anerkennung als gemeinnützig. Weitere Vorteile sind die niedrigen Gründungskosten sowie die rechtlich klare Struktur innerhalb des Vereins sowie nach außen gegenüber Dritten und zuletzt, dass es kein Mindestkapital benötigt.

Sieben Gründungsmitglieder

Grundsätzlich ist keine Mindestanzahl für Vereine vorgeschrieben. Damit ein Verein jedoch eingetragen werden kann braucht es sieben Gründungsmitglieder. Dann kann man die Vorteile der Rechtsform des eingetragenen Vereins nutzen statt den Problemen, die sich “ohne” Rechtsform(in der Regel handelt es sich dann rechtlich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts bzw. GbR) ergeben, auszusetzen. Die Gründungsmitglieder müssen geschäftsfähig sein. Das heißt in der Regel volljährig und ohne Vormund Betreuer oder ähnlichem. Minderjährige können auch Gründungsmitglieder werden. Diese brauchen die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters, was in der Regeln die Eltern sind. Sobald der Verein eingetragen ist, darf die Mitgliederanzahl nicht länger als drei Monate unter drei fallen. Dann wird der Verein von Amts wegen aus dem Vereinsregister gelöscht und ist dann kein eingetragener Verein mehr.

Die Satzung

Als Verein braucht man eine Satzung. Über die Satzung wird bei der Gründungsversammlung von den Gründungsmitglieder bestimmt. Vom Gesetz aus werden einige Vorgaben an den Inhalt gemacht, aber es sind viele Freiheiten im Vergleich zu anderen Rechtsformen gegeben. Mindestanforderungen In der Satzungen sind verpflichtend Regelungen zu treffen, die für die Organisation des Vereins wichtig sind. Die zwingenden Teile der Satzung sind der Vereinsname, der Vereinssitz, das Gründungsdatum, die Regelung zur Eintragung des Vereins sowie der Vereinszweck. Weiterhin muss regelt werden, wie Mitglieder ein- und austreten, welche Mitgliedsbeiträge bei welcher Art von Mitgliedern anfallen, wie die Beschlüsse von der Mitgliederversammlung oder dem Vorstand protokolliert werden müssen, wie sich der Vorstand zusammensetzt und wie die Mitgliederversammlung einberufen wird. Satzungsgenerator Das sind alles wichtige Fragen, die geklärt werden müssen und die das Vereinsleben bestimmen, wenn die eigentliche Vereinsarbeit erst richtig los geht. Wegen der hohen Anfrage wie eine Satzung aussehen soll, hat campai einen Satzungsgenerator entworfen, der die wichtigen Fragen behandelt und nützliche Regelungspunkte aufwirft. Man bekommt am Ende dann direkt eine Satzung, die man als Gründungssatzung für seinen neu zu gründenden Verein nehmen kann.

Der Ablauf

Vorprüfung durch Finanzamt Nachdem die Satzung und die Gründungsmitglieder feststehen kann es von Nöten sein, dass eine Vorprüfung der Satzung durch das Finanzamt stattfindet, um abzuklären, ob die Gemeinnützigkeit anerkannt wird. Um steuerlich die Vorteile der Gemeinnützigkeit zu nutzen ist die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das zuständige Finanzamt notwendig. Wenn die Satzung nach der Anmeldung der Eintragung geändert werden muss, dann entstehen erneut Kosten durch die Änderung der Satzung und auch Mehraufwand, den man durch die Vorprüfung durch das Finanzamt vermeiden kann. Dann ist man auf der sicheren Seite, wenn die Gemeinnützigkeit für den Erfolg des Vereinszwecks wichtig ist. Gründungsversammlung Wenn die Satzung steht, dann kann eine Mitgliederversammlung einberufen werden. Die erste Mitgliederversammlung wird auch Gründungsversammlung genannt. In der Gründungsversammlung wird die Gründung des Vereins und die Satzung beschlossen. Außerdem wird auch der Vorstand bei der Gründungsversammlung gewählt. Wichtig ist auch, dass die Gründungsversammlung, wie in dem Format, das in der Satzung festgelegt wird, protokolliert wird. Anmeldung (Antrag auf Eintragung) Die Anmeldung der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister geschieht beim örtlichen Amtsgericht, wo der Verein seinen satzungsmäßigen Sitz hat. Einige Bundesländer haben das Vereinsregister einiger Bezirke zusammengefasst. Dadurch kann in manchen Fällen ein anderes Gericht zuständig sein als das örtliche Amtsgericht. Anmeldungsschreiben durch anmeldende Vorstände (Notar) Die Anmeldung der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister wird durch eine notariell beglaubigte Anmeldung durchgeführt. Die Anmeldung muss vom Vorstand des einzutragenden Vereins durchgeführt werden. Der Vorstand muss also in der Anzahl, die in der Satzung festgelegt ist, damit der Verein rechtskräftig vertreten werden kann, persönlich beim Notar erscheinen. Kopie der Satzung mit mindestens sieben Unterschriften Neben der öffentlich beglaubigten Anmeldung der Eintragung ist auch eine Kopie der Satzung mit den Unterschriften der mindestens sieben Gründungsmitglieder notwendig. Weiterhin ist das Gründungsprotokoll beim zuständigen Amtsgericht einzureichen. Diese beiden Dokumente müssen nicht im Original eingereicht werden. Hier reicht eine Kopie.

Die Kosten

Die Kosten der Eintragung setzen sich zusammen aus den Beglaubigungskosten beim Notar oder in einigen Bundesländern anderer Beglaubigungsstelle und aus den Kosten beim Amtsgericht für die Eintragung. Regelmäßig sind die Notarkosten nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz Nr. 13100 zu berechnen. Diese liegen im Jahr 2017 für die Ersteintragung eines Vereins in das Vereinsregister bei 75 EUR, dazu kommen regelmäßig Auslagen und Zustellungskosten. Die Kosten der Eintragung in das Amtsgericht variieren. Um jedoch die exakten Kosten zu erfahren empfiehlt es sich den gewünschten Notar und das zuständige Amtsgericht zu kontaktieren.

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